Die Green Actions des «Bernerhofs»

Das Viersternehotel Bernerhof im Zentrum von Gstaad zeichnet sich durch die hohe Qualität seiner Infrastruktur und die Vielfalt der angebotenen Aktivitäten aus. Brigitte und Thomas Frei setzen sich passioniert dafür ein, ihren Gästen einen unvergesslichen Aufenthalt zu bieten. Eines der Themen, die den Eigentümern am Herzen liegen, ist die Ökologie. Sie erzählen uns mehr darüber.

Thomas Frei

„Seither ist unsere Geschäftsphilosophie offiziell zertifiziert: gern und im Einklang mit der Nachhaltigkeit zu arbeiten.“

Thomas Frei

Grandes Tables Suisses: Wann haben Sie begonnen, Ihr Unternehmen umweltfreundlicher zu gestalten?  

Thomas Frei: Es ist ein Ansatz, der von innen kommen muss, aus der Überzeugung jedes Einzelnen, sich für die Umwelt und die Ökologie einzusetzen. Für uns ist es ein besonders wichtiges Thema, wir befinden uns in einer Bergregion und sind auf eine schöne Natur angewiesen, die wir schätzen und erhalten wollen.

GTS: Ist Luxus Ihrer Ansicht nach heute untrennbar mit dem Begriff Ökologie verbunden?  

TF: Luxus und Ökologie haben sich gegenseitig noch nie behindert. Hierzulande im Dezember Erdbeeren zu essen ist zum Beispiel kein Luxus, sondern einfach nur Dummheit. Heutzutage machen sich immer mehr Menschen Gedanken über dieses Thema, das uns alle auf verschiedenen Ebenen betrifft.  

Das Hotel Bernerhof. (Foto Kredit : Adrian Ehrbar)

GTS: Sie haben im Bernerhof ein ganzes Programm namens #fairstay aufgestellt. Können Sie uns etwas über die Auswirkungen dieser Zertifizierung erzählen?  

TF: Die Ibex-Fairstay-Zertifizierung bedeutet nicht nur, dass lokale Handwerker die Aufträge erhalten, dazu gehört auch, sorgfältig und schonend mit Ressourcen umzugehen: zum Beispiel mit Energie, Abfall, Einkäufen, Möbeln und Umwelt.

  • Die regionale Verankerung: Die Wertschöpfung muss in der Region bleiben. Das gilt für die Arbeitsplätze, die Verkürzung der Transportwege und anderes mehr.
  • Die soziale Ausgewogenheit: Das Personal soll faire Arbeitsbedingungen haben und sich ebenso wohlfühlen wie die Gäste.
  • Die Qualität des Managements: Organisation, Personalführung usw.  
  • Und letztlich die Finanzen und der Erfolg als Gewähr für einen wirtschaftlich gesunden Betrieb.  

GTS: Auf der gastronomischen Seite kommt etwa das Frühstück direkt aus der Region. Was für Gstaader Spezialitäten finden wir auf unseren Tellern?  

TF: Ja, das gilt für alle Milch- und Fleischprodukte sowie die Eier. Die Müesli, Getreideflocken usw., die wir servieren, kommen von der Dittling-Mühle. Sie produziert auch Zerealien ohne Zusatzstoffe.  

Foto Kredit : Adrian Ehrbar

GTS: Sie haben sowohl das Ibex-Fairstay-Label als auch das QIII-Label erhalten. Ist es in der Praxis schwierig, die verschiedenen Aspekte dieser Zertifizierungen umzusetzen?  

TF: Der Schweizer Tourismus-Verband hat uns kürzlich mit dem QIII-Zertifikat ausgezeichnet. Aber natürlich hat uns auch das Qualitätsmanagementsystem QIII geholfen, die Fairstay-Zertifizierung zu erhalten.

GTS: Was für Ergebnisse konnten Sie nach der Umsetzung all dieser Kriterien feststellen?  

TF: Seither ist unsere Geschäftsphilosophie offiziell zertifiziert: gern und im Einklang mit der Nachhaltigkeit zu arbeiten.  

GTS: In Ihrem Bergrestaurant Alp Züneweid kochen Sie auf einem Holzherd, ganz ohne Strom, das ist nicht einfach! Wie begrüssen Ihre Kunden diesen umweltfreundlichen Ansatz?  

TF: Unsere Gäste wissen das sehr zu schätzen. Selbst die renommiertesten Küchenchefs, wie die Familie Ravet, haben auf unserer Alp so gearbeitet. Das war eine sehr angenehme Erfahrung, die von allen geschätzt wurde!

GTS: Die Natur zu respektieren bedeutet letztlich auch, sie vollständig geniessen zu können. Was für eine Wanderung würden Sie uns dort derzeit empfehlen?  

TF: Wanderungen rund um den Lauenensee sind immer angenehm. Oder um den von Bäumen umgebenen Arnensee. Dort kommt man sich wie in Kanada vor. Etwas höher befindet sich auch die Alp Seeberg, deren Butter und Käse auf dem Frühstücksbuffet serviert werden, ein schönes Erlebnis für Naturfreunde!

Mehr Informationen über das Hotel Bernerhof auf: https://www.bernerhof-gstaad.ch/fr/  

Zu Tisch bei Michel Roth

Eine kulinarische Kreation von Michel Roth. Bildnachweis : Adrian Ehrbar

So weit er sich erinnern kann, hat Michel Roth zu Hause schon immer gern bei der Zubereitung der Mahlzeiten geholfen. Als sein Vater, selber kein Koch, erkannte, wie sehr ihm dies gefiel, ermutigte er ihn, doch diesen Beruf zu ergreifen. Heute lebt Michel seine Passion an der Spitze des Restaurants Bayview in Genf aus, das für seine Kochkunst einen Michelin-Stern und 18 GaultMillau-Punkten erhalten hat. Begegnung mit einem Kenner und Meister der Schweizer und französischen Gastronomie.

«Ich mochte die Düfte und liebte es, mit Kochen Freude zu bereiten. Es war eine Berufung, ich wusste es nur noch nicht.»

Michel Roth

Grandes Tables Suisses: Was kochen Sie während dieses Lockdowns?

Michel Roth: Die meiste Zeit plane ich nicht voraus und entscheide gerne spontan! Ich gehe auf den Markt und kaufe je nach meiner Eingebung und den dort angebotenen Produkten ein. Das kann ein Bœuf bourguignon sein, ein weisses Kalbsvoressen, Fisch, Geflügelfrikassee, Meeresfrüchte… Nichts schränkt mich da ein, ausser vielleicht meine Vorstellungskraft!

Obwohl ich gern auf traditionelle Gerichte setze, versuche ich immer, eine persönliche Note einzubringen, die dem Essen einen besonderen Touch verleiht. Das können im Bœuf bourguignon Schalotten sein oder in der Blanquette de veau ein paar Eisenkrautblätter. Ich versuche immer, kreativ zu sein und meiner Familie eine geschmackliche Überraschung zu bieten. Natürlich ist die Präsentation der Teller zu Hause einfacher als im Restaurant, weil es da ja weniger förmlich zugeht, aber der Geschmack stimmt, und das ist es, was zählt!

GTS: Haben Sie einen Vorschlag für ein Rezept, das die Leserinnen und Leser leicht zu Hause zubereiten können?

MR: Ein ganz einfaches Rezept, das ich regelmässig koche, ist ein Spiegelei in einer Scheibe Brot. Dafür schneide ich eine Scheibe Brot als Ring mit einem Loch in der Mitte zu und röste sie in einer Pfanne in Butter, bis sie beidseitig schön knusprig und goldbraun ist. Zum Schluss schlage ich in dem Loch ein Ei auf und serviere das Ganze, solange das Eigelb noch flüssig ist.  

Zu diesem Spiegelei-Rezept passt ein gemischter Salat an Walnussöl-Vinaigrette, dem Bündnerfleischspäne oder geräucherter Schinken eine rauchige Note verleihen. Das ergibt eine attraktive und gute Vorspeise, die sehr leicht zuzubereiten ist.

GTS: Auf welches Gericht freuen Sie sich besonders, wenn das «Bayview» wieder geöffnet werden kann?

MR: Ich freue mich darauf, mit meinem Team in die Küche zurückzukehren und eine meiner Spezialitäten zu kochen, die inzwischen ein grosser «Bayview»-Klassiker ist: Felchenfilet in Muscheljus mit Koriander und kleine, mit Waadtländer Tomme-Käse gefüllte Ravioli. Das ist eine meiner eigenen Kreationen, die ich hier seit meiner Ankunft serviere, und sie gehört zu den Lieblingsgerichten unserer treuen Gäste.

GTS: Sie sind von der französischen Gastronomie geprägt. Gibt es ein typisches Schweizer Gericht, das Sie besonders gern kochen und warum? Wie haben Sie es neu interpretiert.

MR: Ich arbeite gern mit Fisch, und da bieten sich natürlich die beliebten Filets de perche oder Eglifilets an. Ich koche regelmässig ein Rezept für Fish and Chips auf Gourmet-Art, serviert mit Artischocken und Fenchel sowie einer Petersiliensauce, die an eine traditionelle Sauce tartare erinnert.

Bar aux coquillages, coulis de cresson, agnoletti ˆ la brousse, tartare dÕhuitres et caviar

GTS: Veranlasst Sie die aktuelle Covid-19-Situation, sich eine neue Form vorzustellen, wie man Lebensmittel konzipieren und konsumieren könnte?  

MR: Müsste ich die Situation zusammenfassen, würde ich sagen, dass das Ganze auch eine sehr positive Seite hat. Denn die geltenden gesundheitlichen Einschränkungen veranlassen uns, lokale Produzenten zu bevorzugen und mit dem zu arbeiten, was je nach Jahreszeit hier vorhanden ist. Das zwingt uns, zu einer authentischeren und einfacheren Küche zurückzukehren. In letzter Zeit waren wir übrigens bereits auf dem richtigen Weg, denn der bewusste und verantwortungsvolle Konsum liegt im Trend. Die Pandemie begünstigt dieses Verhalten und den respektvollen Umgang mit Tieren, Produkten und Lieferanten zusätzlich.

Wir haben uns angewöhnt, alles zu schnell zu machen und auch zu schnell zu essen. Jetzt zwingen uns die Bedingungen, diesen Rhythmus zu verlangsamen und uns beim Schmecken und Geniessen Zeit zu lassen. Das ist eine Chance, gutes Essen wieder mehr zu schätzen!

«Die aktuelle Situation zwingt uns, diesen Rhythmus zu verlangsamen und uns beim Schmecken und Geniessen Zeit zu lassen.»

Michel Roth

GTS: Sie sind in der Welt der Gastronomie eine echte Quelle der Inspiration. Welchen Rat möchten Sie jungen Gastronomen gerade jetzt mit auf den Weg geben?

MR: Diese Situation demoralisiert den Nachwuchs ziemlich. Deshalb ist es unsere Aufgabe, für die Jungen da zu sein und den Link zwischen den Generationen sicherzustellen. Ich selbst habe mehrere Videos für Hotelfachschulen gedreht, um sie mit einem Unterrichtsmittel zu unterstützen und mein Wissen und meine Erfahrung weiterzugeben.

GTS: Sie wurden mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, wie dem Bocuse d’Or, Meilleur Ouvrier de France oder Chevalier de l’Ordre de la Légion d’Honneur. Gibt es einen, der Sie besonders berührt hat, und aus welchem Grund?

MR: Jede dieser Ehrungen hat ihre besondere eigene Geschichte, die mich an bestimmte Momente meiner Laufbahn erinnert. Müsste ich mich für eine entscheiden, würde ich den Bocuse d’Or wählen. Er entspricht der Weltmeisterschaft der Gastronomie.

Damals vertrat ich Frankreich gegen 24 andere Länder. Ich war ausgewählt worden, mein Land zu repräsentieren, und das verstand ich als ehrende Verpflichtung gegenüber meiner Heimat. Während dieser wenigen Tage herrschte eine unglaubliche Begeisterung, und es kam zu vielen lehrreichen Begegnungen. Höhepunkt war der Gewinn des Bocuse d’Or, doch schon die Tatsache, dass ich daran teilnehmen konnte, war eine überaus bereichernde und bewegende Erfahrung.

GTS: Letzte Frage: Wo kehren Sie für das erste Auswärtsessen ein, wenn die Restaurants wieder geöffnet werden dürfen?

MR: Eigentlich möchte ich alle wiedersehen, die ich kenne! Alle Gastronomen warten darauf, ihre Kundschaft möglichst bald wieder verwöhnen zu dürfen, und ich möchte ihnen mit einem Besuch meine Unterstützung beweisen.

Wenn ich mich für ein erstes Restaurant entscheiden müsste, würde ich wohl zu meinen Freunden Corinne und Jean-Marc Bessire im «Cigalon» in Thônex bei Genf gehen (1 Michelin-Stern und 17 Punkte im GaultMillau). Es ist ein wahrer Tempel für Fischgerichte, in dem Meeresprodukte perfekt verfeinert werden! Ich kehre dort regelmässig ein, weil ich die familiäre Atmosphäre und die feine, präzise Küche von Jean-Marc besonders schätze.

Alle Informationen über das «Bayview» finden Sie auf der Website: https://www.restaurantbayview.com

Die guten Tipps von Laurent Eperon

Foto: eine kulinarische Kreation von Laurent Eperon

Laurent Eperon sublimiert die Gerichte, die er im «Pavillon», dem Restaurant des Hotels Baur au Lac, anbietet, voller Kreativität und Innovationsgeist. Der Koch mit 2 Michelin-Sternen und 18 GaultMillau-Punkten ist ein faszinierender Mensch, dem das Miteinander wichtig ist. Bis zur Wiedereröffnung seines Restaurants verrät er den Leserinnen und Lesern der Grandes Tables Suisses seine Lieblingsadressen, wenn er in Zürich auswärts essen geht.

Fotokredit : Adrian Ehrbar

Grandes Tables Suisses: Welches Restaurant darf man nicht verpassen, wenn man nach Zürich kommt, und welches Gericht empfehlen Sie dort besonders?   

Laurent Eperon: Auf jeden Fall das Restaurant Rico’s in Küsnacht ZH. Alle Gerichte sind von beneidenswerter Perfektion in Sachen Geschmack, Authentik und Kochtechnik. Ausserdem bewundere ich den farbenfrohen Stil des Chefs Rico Zandonella, der seiner Person absolut entspricht!  

Restaurant Rico’s: https://www.ricozandonella.ch

GTS: Wo gibt es die besten Zürcher und Schweizer Spezialitäten?   

LE: Im Restaurant zum Kropf, In Gassen 16, im Kreis 1. Das Ambiente ist barock, dieser Ort ist eine echte Zürcher Institution. Oder auch die «Schmiedstube» in Bülach. Abgesehen vom typischen Essen mag ich die «Dorfbeiz»-Atmosphäre der alten Schmiede, die 20 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt ist.

Restaurant zum Kropf: https://www.zumkropf.ch/angebot
Restaurant Schmiedstube: https://restaurantschmiedstube.ch

Grandes Tables Suisses: Wen empfehlen Sie für echte italienische Pasta?  

Laurent Eperon: Ich habe Glück, das Restaurant Il Tartufo, an der Lavaterstrasse 87, im Kreis 2, befindet sich in meinem Quartier. Sämtliche Speisen sind mit Liebe hausgemacht und ein wahrer Genuss!   

Restaurant Il Tartufo: http://www.iltartufozurich.com/fr

GTS: Welches ist Ihr bevorzugtes Restaurant mit exotischer Küche und weshalb?   

LE: Das «HATO – Fine Asian Cuisine», Brandschenkestrasse 20, ebenfalls in meinem Quartier. Ich kenne den Chef sehr gut. Seine asiatische Küche hat Flair und Aromen, die Gaumenfreuden schenken. Unbedingt probieren!

Restaurant Le HATO: https://hato-restaurants.com

GTS: Welche Adresse empfehlen Sie für ein schnelles Mittagessen?   

LE: Die Hatecke Metzgerei & Ustaria, Usteristrasse 12, Kreis 1, ist einerseits eine Metzgerei,die ausschliesslich Fleisch aus Graubünden anbietet, andererseits auch ein kleines Restaurant mit einem sehr angenehmen Service und der Möglichkeit, Gerichte zum Mitnehmen zu kaufen. Für mich gibt es hier eindeutig das beste mit dem Messer geschnittene Rindstatar in Zürich!

Restaurant Hatecke Metzgerei & Ustaria: https://www.hatecke.ch/

Die Stadt von Zürich

Entdecken Sie nach der Wiedereröffnung die köstliche Küche von Laurent Eperon: https://www.aupavillon.ch/de/laurenteperon.html

Restaurant Le Pavillon

Suvretta House: ein Winterpalast

Das grandiose Suvretta House ist seit 120 Jahren ein echter Tempel für Wintersportler. Nur 5 km entfernt vom alpinen Ferienort St. Moritz in freier Natur gelegen, bietet das Hotel seinen Gästen seit mehr als einem Jahrhundert unzählige Möglichkeiten, um den Freuden des Wintersports zu frönen. Das Suvretta House, ein wahres Juwel des Engadins, ist heute eine Institution, deren Devise nach wie vor Exzellenz und Tradition sind.

St. Moritz

Der Ferien- und Sportort St. Moritz im Engadin ist seit Jahrzehnten berühmt für seine Luxushotels, die prachtvolle Natur seiner Region und ihre Skigebiete am Piz Corviglia. Er wurde schon früh zu einer der führenden alpinen Destinationen der Schweiz. Als Synonym für Eleganz, Kultur und Tradition zieht St. Moritz Wintersportler an, die von einem erholsamen Aufenthalt in der freien Natur träumen. Der Aufstieg setzte 1864 mit der Gründung des Tourismusbüros und des ersten Thermalbads ein. Das ehemalige Bergbauerndorf entwickelte sich schnell zum Sport- und Ferienort mit vielen Luxushotels wie dem Suvretta House.


Das Engadin, ein gelobtes Land   

Obwohl St. Moritz ein beliebtes Jetset-Ziel ist, sind seine Traditionen noch immer fest in den Herzen der Einheimischen verwurzelt. Davon zeugt bis heute die romanische Legende vom schönen Engadin:

«Als der Erzengel die Pforte des Paradieses hinter Adam und Eva verschloss, stand Gott im Garten Eden und teilte seinen Engeln mit, dass dieses Paradies von da an für alle Menschen, die den Weg der Sünde gewählt hatten, verschlossen bleiben solle. Dennoch hatte er Mitleid, weshalb er ihnen einen Ort auf Erden anbieten wollte, der sie an ihr verlorenes Land erinnern werde, einen Ort, der dem Himmel nahe und mit allen schönen Dingen gefüllt, aber nicht perfekt sein solle. Diesem göttlichen Befehl gehorchend, schufen die Engel hienieden ein Paradies: das Engadin.»


Zurück ins Jahr 1912

Der Hotelpionier Anton Sebastian Bon (1864–1915) hatte einen Traum: Er wollte in der Schweizer Alpenwelt ein Luxushotel bauen und zu einer Oase der Ruhe machen, in der Gäste verwöhnt und es ihnen an nichts fehlen würde. So entstand mit Hilfe des südafrikanischen Diamantenkönigs Charles Sidney Goldmann (1868–1958) das Suvretta House, das 1912 zum ersten Mal seine Pforten öffnete. Der majestätische Bau, ein wahres Märchenschloss, beeindruckt dem Stil der Belle Epoque getreu mit seinen zwei Erkertürmen, die über die Bäume emporragen und einen atemberaubenden Blick auf das Panorama der Berge und Seen des Oberengadins bieten. Das luxuriöse Hotel verfügte schon damals über 110 Bäder und scheute keine Kosten, um die Wünsche der Gäste nach höchstem Komfort zu erfüllen.

Nach dem Tod ihres Mannes übernahm Marie Bon, die «die Seele des Suvretta» genannt wurde, zusammen mit ihrem Sohn Hans die Leitung des Hauses. Nun folgten die grossen Jahre des Suvretta House: Im Ballsaal fanden ständig Aufführungen und Feste statt, die regelmässig auch von gekrönten Häuptern wie Kronprinz Akihito von Japan, König Faruk von Ägypten und dem Schah von Persien besucht wurden. Diese grandiose Zeit endete mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, der das Hotel zwang, seine Pforten zu schliessen. Nach dem Krieg lief das Tourismusgeschäft allmählich wieder an, und dank mehreren Renovierungen fand das Suvretta House zu seinem früheren Glanz zurück. Es blieb im Besitz der Familien Candrian-Bon, und 2014 übernahmen Esther und Peter Egli als siebte Miteigentümer die Leitung des Hotels.

Eine neue Ära für die «Grosse Dame der Alpen»

Nach einer neuen Renovierung im Jahr 2016 markierte die Wiedereröffnung des Suvretta House den Beginn einer neuen Ära, die auf Tradition, Komfort und Exzellenz basiert. Mit 23 neuen Zimmern und der Renovierung der übrigen Räumlichkeiten konnte das Palasthotel damals insgesamt 181 Luxuszimmer und Suiten präsentieren. Der Familie Egli war es jedoch ein Anliegen, bestimmte Elemente zu erhalten, die dem Hotel seinen Charme und seine Authentizität verleihen. Zierleisten, rustikale Hölzer und das Originalparkett wurden schonend renoviert, so dass die Gäste nun den Aufenthalt in einem authentischen herrschaftlichen Rahmen ebenso wie den absoluten Komfort eines Schweizer Fünf-Sterne-Hotels geniessen können.

Beim Betreten der Halle fühlt man sich sofort in das Jahr 1912 zurückversetzt, in die Tradition und Pracht vergangener Zeiten. Man kommt hierher, um sich an einem der beiden Kaminfeuer zu entspannen, während man die aussergewöhnliche Aussicht auf die Engadiner Berge geniesst.

Auch der prächtige Saal des Grand Restaurants erinnert mit seinen traditionellen massiven Eichensäulen an die 1920er Jahre. Hier können Sie die köstlichen Gerichte von Küchenchef Fabrizio Zanetti (16 GaultMillau-Punkte) in einer eleganten und gehobenen Atmosphäre geniessen. Wer es etwas weniger förmlich mag, findet in der Suvretta Stube auch traditionelle, dem heutigen Geschmack angepasste Bündner Gerichte. Um den Abend zu verlängern, trifft man sich in der chicen Anton’s Bar mit Live-Musik vor und nach dem Essen.

Das Grand Restaurant

Wenn man höher hinaus will, ist das Restaurant Chasellas (14 GM-Punkte) auf 1936 Metern ein gemütlicher Ort zur Mittagszeit, abends wird’s raffinierter. Das Berghaus Trutz (2211 Meter) ist bei Wanderern und Skifahrern beliebt. Bekannt für die typische Bündner Gerstensuppe, Linsengerichte und Polenta mit Gorgonzola, erfreut das Restaurant den Gaumen seiner Gäste auch mit köstlichen traditionellen Crêpes oder dem klassischen Bündner Apfelstrudel.

Das Spa des Suvretta House verfügt über einen 1700 m2 grossen Gesundheits-, Fitness- und Wellnessbereich. Ein Hallenbad mit 25-Meter-Becken und sowie ein Aussenwhirlpool bieten einen herrlichen Panoramablick auf die Engadiner Natur und Momente der Entspannung. Ausserdem stehen eine Sauna mit verschiedenen Einrichtungen sowie mehreren Therapien und Massagen zur Verfügung.

Das Suvretta House und der Wintersport

1859 fuhren die ersten Skifahrer mit einfachen Holzlatten an den Füssen die Hänge der St. Moritzer Berge hinunter. 1925 wurde hier die erste Schweizer Skischule gegründet, und der Skisport ist bis heute eine der beliebtesten sportlichen Aktivitäten des Engadins geblieben.

Die Familie Bon hatte seine Bedeutung für ihre Hotelgäste erkannt und beschloss, das Suvretta House zu einem Pionier des Skisports zu machen. 1935 wurde in St. Moritz die erste Sesselbahn in Betrieb genommen, die von Suvretta nach Randolins (1970 Meter) führt. In den folgenden Jahren bauten die Nachfolger der Familie Bon dieses Angebot immer näher am Hotel aus, bis es zum ersten und einzigen «Ski in, Ski out»-Hotel in St. Moritz wurde. Die vor den Toren des Hotels errichteten Skilifte bieten den Gästen nach wie vor einen direkten Zugang zum Skigebiet Corviglia und ermöglichen ihnen, das Skivergnügen auf privilegierte Weise zu geniessen. Das Hotel verfügt zudem über eine eigene Skischule, in der die Gäste während ihres Aufenthalts Privatunterricht nehmen und ihre Fähigkeiten verbessern können. Dieser Service wird besonders von den Stammgästen des Hotels geschätzt, zumal dieses ihre Ausrüstung auf Wunsch für einen Besuch im nächsten Winter einlagert.

Und wer nicht Ski fährt, dem bietet das Hotel andere Aktivitäten wie Langlaufen, Wandern, Eisstockschiessen oder Schlittschuhlaufen auf seiner prachtvollen privaten Eisbahn an.

Auch im Sommer wartet das Engadin mit einem breiten Spektrum an Freizeitmöglichkeiten auf: Wanderwege, Golfplätze, Segeln, Radfahren, Klettern, Tennis, Joggen, Drachensteigen und Windsurfen stehen den Hotelgästen zur Verfügung. Egal zu welcher Jahreszeit, das Engadin ist ein Ziel für alle!

Das Suvretta House, das von seinen Besuchern oft als “ Zuhause in der Ferne“ betrachtet wird, hat seinen Status und seinen Ruf seit über einem Jahrhundert aufrechterhalten. Heute ist die Direktion bestrebt, seine überlieferten traditionellen Werte zu bewahren und gleichzeitig die Servicequalität kontinuierlich zu aktualisieren und zu verbessern. Wenn Sie also von einem wirklich magischen Aufenthalt träumen, ist das Suvretta House in St. Moritz der richtige Ort dafür.

Alle Angebote für einen Aufenthalt im Hotel und den Wintersport finden sich auf den Websites https://suvrettahouse.ch/en/rooms/prices-packages/#packages

… Und alle Informationen zum Hotel : https://suvrettahouse.ch/en/startpage-winter/