Porträt : Gasthof Sternen

Der Gasthof Sternen steht im Ortskern von Wangen bei Dübendorf, einem idyllischen Bauerndorf im Kanton Zürich. Der stattliche Bau beeindruckt allein schon durch seine Geschichte. Seine ältesten Teile stammen aus dem 16. Jahrhundert. Das verleiht ihm einen authentischen Charme, dem Bild entsprechend, das man von einer traditionellen Dorfwirtschaft hat.

Die rustikale Holztäfelung, der knarrende Eichenboden und die imposanten Nussbaumtische machen den Charakter der gemütlichen Gaststube aus. Auch das Fine Dining Restaurant Badstube hat ein ganz eigenes Ambiente. Das restaurierte alte Gewölbe kontrastiert mit einer grossen Glasfassade, die den Raum grosszügig mit Tageslicht erfrischt.

Das Badstube

Dieser historische Rahmen verspricht eine kleine Reise in die Vergangenheit und unvergessliche kulinarische Erlebnisse. Sie geniessen Gerichte, die vorwiegend aus regionalen Produkten komponiert werden und bei denen auf Frische und die Farben der Jahreszeit gesetzt wird. Der Chef Matthias Brunner lässt sich von seinem Alltag inspirieren: etwa einem guten Essen bei einem Kollegen, einem Rundgang am Markt, einer Fotografie, dem Besuch bei seinem Gärtner, einem Rezeptbuch… «Wichtig ist, dass man nicht einfach ein Gericht nachkocht, sondern ihm die eigene Handschrift verleiht.» So bringt Matthias den Charakter jeder Zutat, die er mit Leidenschaft und grosser Sorgfalt verarbeitet, zur Geltung. Und dies immer mit grösstem Respekt vor dem Produkt, um seinen Gästen eine gepflegte Spitzenküche zu bieten.

Fotocredit : Adrian Ehrbar

«Wichtig ist, dass man nicht einfach ein Gericht nachkocht, sondern ihm die eigene Handschrift verleiht.»

Matthias Brunner

Fotocredit : Adrian Ehrbar

Matthias begann seine Ausbildung in einem traditionellen Landgasthof und machte sich dort mit den Grundlagen des Kochberufs vertraut. Bei diversen Stationen, auch im Ausland, entdeckte er die Vielfalt der Gastronomie und Hotellerie. Insbesondere Frédy Girardet und Daniel Bumann gaben seiner Ausbildung den letzten Schliff. Von ihnen übernahm Matthias nicht nur viele neue, praktische Kenntnisse. An der Seite des legendären Girardet lernte er den Respekt vor den Produkten. Er entdeckte ihre spezifischen Qualitäten, Geschmacksvarianten und Aromen und wie man sie optimal verarbeitet. In der Zusammenarbeit mit Bumann wurde ihm bewusst, wie wichtig es ist, Beständigkeit und Präzision zu vereinen, zwei Fähigkeiten, die einen grossen Koch auszeichnen.


Zu den saisonalen Hits von Matthias Brunner gehören geschmorte Randen mit einem Zimtflan und Strohkartoffen oder Taglierini mit Trüffeln aus dem Zürcher Oberland.


Während seiner Ausbildung bei Daniel Bumann lernte Matthias seine Frau Bettina kennen. Seither arbeitet das Paar Hand in Hand, er in der Küche und sie im Service, und jeder neue Tag macht ihnen sichtlich Spass. Das Paar hat drei Kinder; das jüngste wurde 2005 geboren, im Jahr der Übernahme des Gasthofs Sternen. Heute ist das Restaurant mit einem Michelin-Stern und 15 GaultMillau-Punkten einer der attraktivsten Treffpunkte der Schweizer Gastronomie. Lassen Sie sich von seiner Magie bezaubern: Bei einem feinen, von einem sorgfältig ausgewählten Wein aus dem gutbestückten Keller begleiteten Mahl scheint in der Badstube die Zeit stillzustehen.


Rezept von Guy Ravet : Rinderbackenravioli

Der Präsident der Grandes Tables de Suisse und Chefkoch des Familienunternehmens L’Ermitage des Ravet hat den GaultMillau in seine Küche eingeladen, um ihm ein hervorragendes Rezept für saftige Rinderbackenravioli zu präsentieren. Ein wahrer Genuss, den Guy Ravet anbietet und der auch zu Hause zubereitet werden kann.

Mehr Infos über das Restaurant: https://www.ravet.ch/2019/

Jetzt sind Sie dran!

Porträt Restaurant Rössli, Bad Ragaz

Fotocredit : Adrian Ehrbar

Wenn Sie gelegentlich im St. Galler Rheintal sind, sollten Sie das Restaurant Rössli in Bad Ragaz nicht verpassen. Dieses charmant eingerichtete kleine Hotelrestaurant wird Ihnen ebenso gefallen wie der Empfang durch das Besitzerpaar Doris und Ueli Kellenberger.

Fotocredit : Adrian Ehrbar

Ueli Kellenberger hat sich schon früh für Ernährung und Nahrungsmittel interessiert, ist er doch in einer Metzgerfamilie aufgewachsen und so automatisch mit diesem Bereich vertraut geworden. Deshalb war ihm bald klar, dass er eines Tages Koch werden möchte. Seine Laufbahn führte ihn in die besten Restaurants der Schweiz, wie das Suvretta House in St. Moritz, das Castello del Sol in Ascona und das Hotel Kulm in Arosa. Ueli hat das Kochen nicht nur zu seinem Beruf, sondern auch zu seiner Leidenschaft gemacht. Der Rössli-Koch ist immer auf der Suche nach neuen Inspirationen und verbringt seine Freizeit damit, neue Weine und Produkte zu entdecken. Sein Leitmotiv? Menschen finden, die seine Liebe zur Kochkunst teilen.

Das «Rössli» war ursprünglich ein Gasthaus im Besitz der Familie Kellenberger, der auch der angrenzende Bauernhof und die Metzgerei gehörten. Das Restaurant wurde 2003 vollständig renoviert und zu einem Gourmetrestaurant mit einer modernen, eleganten und einladenden Inneneinrichtung umgebaut, in dem Sie aussergewöhnliche Gerichte zusammen mit grossen Weinen geniessen können, die die beiden auf ihren Reisen durch Europa aufgespürt haben.

Als wir Ueli Kellenberger baten, die Küche zu beschreiben, die er in seinem Restaurant serviert, das vom GaultMillau mit 16 Punkten und vom «Feinschmecker»-Magazin mit 3F benotet ist, erklärte er, seine Inspirationen in der internationalen Küche zu finden. Das zeigt sich, wenn die Gäste entdecken, dass sich auf ihren Tellern die Speisekarte der Welt präsentiert: Scampi aus Südafrika, Carnaroli-Risotto und Gemüse oder kross gebratenes Zanderfilet mit Zucchetti, grünem Curry und Basmati-Reis. Die Karte hält das Versprechen und lädt zu einem genussvollen exotischen Ausflug mitten in der Schweiz ein.

Für den Küchenchef ist es wichtig, mit absolut frischen Produkten vor allem aus der Region von Bad Ragaz zu kochen. So bezieht er das Fleisch aus der Familienmetzgerei, die heute sein Bruder führt. Die Mehrheit der von ihm verwendeten Erzeugnisse stammen aus biologischer Produktion, «aus dem einfachen Grund, weil sie besser schmecken».

Doris im Empfang und im Speisesaal, Ueli an der Spitze der Küche: das ist seit 23 Jahren die Erfolgsformel für dieses beeindruckende Duo. Das Geheimnis ihres Erfolgs? Das Ehepaar hält sich an eine strikte Aufgabentrennung, während es wichtige Entscheidungen gemeinsam trifft, was Gewähr für ein ausgewogenes Arbeiten bietet. In einem Wettkampf messen sich Ueli und Doris nur auf dem Golfplatz!

Alle weiteren Informationen finden Sie auf der Website des Restaurants: https://roessliragaz.ch/

Die Bouillabaisse von Laurent Eperon

„Die Bouillabaisse ist für mich eine Erinnerung an meine Kindheit. Als ich klein war, gab es dieses Gericht bei Wiedersehenstreffen und Festen. Es ist für mich mit starken Emotionen verbunden, die ich in dieser gastronomischen Kreation wieder zum Ausdruck bringen wollte.“

Laurent Eperon

Zutaten für 10 Personen

Fischsuppen-Basis

200 g Champignons de Paris
200 g Schalotten
80 g Fenchel
80 g Selleriegrün
100 ml Olivenöl
100 ml Noilly Prat
120 ml Pernod
1000 ml Weißwein
2000 ml Fischfond
20 g Knoblauchzehe
700 g Steinbuttabschnitte
700 g Seezungenabschnitte
700 g Meerbarbe ganz und kleingeschnitten
700 g Miesmuscheln in Schale
700 g Herzmuscheln in Schale
500 g Mittelmeer-Strandkrabben
40 g Tomatenmark
1 Messerspitze Lorbeerblatt
1 Orange
88 Korianderkörner
1 Messerspitze frischer Estragon
1 Messerspitze Petersilienstengel
1 Messerspitze Kerbelzweige
1 Messerspitze Fenchelkraut
3 g Safranfäden

Alle Zutaten dünsten, mit Noilly Prat und Pernod ablöschen, mit Weisswein und Fischfond auffüllen und für zirka 60 Minuten köcheln lassen. Während des Köchelns wiederholt abschäumen.
Masse durch ein grobes Sieb passieren, Fischsuppenbasis, das Olivenöl und den Saft der Menton-Zitronen mit einem Stabmixer binden. Durch ein feines Sieb passieren, abschmecken und zur Seite stellen.

Zum Binden

300 ml Olivenöl Picual (Castillo de Canena, Spanien)
1 Messerspitze Saft von Menton-Zitronen

Garnituren

(Nettogewicht)
100 g Gemüsebrunoise (Karotten, Lauch, Kohlrabi)
30 ml Pernod
1 g Safranfäden
10 Krevetten Rosso di Mazara, ganz
200 g Seezungenfilet
20 Bouchot-Miesmuscheln, ganz
300 g Loup de mer de ligne, Filet
200 g Steinbuttflossen, ganz
10 Bretagne-Hummer-Medaillons von 15 g
Dill-Estragon-Öl

Gemüsebrunoise dünsten, mit Pernod ablöschen und mit Safranfäden abschmecken. Auf die Seite stellen. Alle Fische und Krustentiere 5 Minuten dämpfen, mit Fleur de Sel würzen.

Rouille

Safranreduktion
1 Flasche (7,5dl) Noilly Prat mit 5 g Safranfäden auf 100 ml reduzieren
3 Eigelb
300 ml Traubenkernöl
1 tl Knoblauchöl
Tabasco, Salz, Pfeffer, Zitronensaft

Zubereiten wie eine Mayonnaise: Eier, Noilly-Prat-Reduktion und alle Zutaten rühren, mit Traubenkernöl binden. Abschmecken.

Brotchips

Baguettes
Knoblauchöl
Butter

Baguettes in Croûtonform schneiden, mit Knoblauchbutter bestreichen und im Ofen bei 180°C während 10 Minuten goldbraun rösten.

Anrichten

Fisch, Krustentiere und Gemüsebrunoise in 10 tiefen, warmen Tellern anrichten. Brotcroûtons mit der Rouille bestreichen, ebenfalls in die Teller legen. Die Fischsuppe erhitzen und in die Teller giessen.

… Guten Appetit !

Um die Rezepte des Küchenchefs zu probieren, gehen Sie in das Restaurant Le Pavillon du Baur Au Lac. Reservierung und Informationen über: https://www.bauraulac.ch