Ein neuer Präsident an der Spitze der Grandes Tables de Suisse

Ein neuer Präsident an der Spitze der Grandes Tables de Suisse

Fotonachweis: Adrian Ehrbar Les Grandes Tables de Suisse, die Vereinigung von Spitzenköchen der Schweizer Gastronomie, wird von einem neuen Gesicht verkörpert. Nach sieben Jahren als Präsident übergibt Pierre-André Ayer, Küchenchef des «Le Pérolles» in Freiburg, das Zepter an Guy Ravet, Küchenchef des Restaurants L’Ermitage der Familie Ravet in Vufflens-le-Château VD.
Der Sternekoch Pierre-André Ayer tritt zurück. Nach 16 Jahren im Vorstand, davon 7 Jahre als Präsident, übergibt er den Vorsitz an junge, frische Kräfte. Während seiner Leitung hatte er eine innovative Note und seine Sicht der Exzellenz in den Vorstand der Grandes Tables de Suisse eingebracht. Alle Mitglieder der Vereinigung danken diesem leidenschaftlichen Gastronomen wärmstens für die bewundernswerte Arbeit, die er für die Grandes Tables de Suisse geleistet hat, und sind schon heute gespannt auf seine künftigen und wie immer avantgardistischen Aktivitäten!

Neuer Präsident, neue Ziele

Les Grandes Tables de Suisse freuen sich, Guy Ravet als neuen Präsidenten und Nachfolger des Freiburger Küchenchefs willkommen zu heissen. Guy Ravet, Chefkoch der «Ermitage des Ravet» und würdiger Vertreter der Dynastie seines Namens in Vufflens-le-Château, vertraut uns an: «Ich bin stolz und fühle mich geehrt, die Fackel der Grandes Tables de Suisse zu übernehmen, einer wahren Institution, die in der Spitzengastronomie dieses Landes nicht ignoriert werden kann.» Der talentierte Koch übernimmt diese Aufgabe ab heute und hat sich zum vorrangigen Ziel gesetzt, einige der Barrieren abzubauen, die in der Schweiz noch immer teilweise bestehen. Da die Vorzüglichkeit der Schweizer Gastronomie keine Grenzen kennt, hat Guy Ravet beschlossen, mit einer sanften Erneuerung der visuellen Identität der Grandes Tables de Suisse einen starken Anfang zu machen. Ein komplexes Mandat, das der Kommunikationsagentur Numéro 10 übertragen wurde und deren erste Änderungsvorschläge den Mitgliedern gestern an der Generalversammlung vorgestellt wurden. Alle Mitglieder der Vereinigung sind stolz darauf, dass sie mit einem derart authentischen und talentierten Küchenchef wie Pierre-André Ayer zusammenarbeiten konnten. Wir freuen uns darauf, ihm bei seinen weiteren Plänen zu folgen. Ein grossartiger Koch, eine beeindruckende Persönlichkeit… Ein immenses Dankeschön an Pierre-André Ayer für seinen enormen Beitrag!

Der Ehrengast

Als Ehrengast war Guy Savoy präsent, der Sternekoch des besten Restaurants der Welt. Dieser aus der Gegend von Freiburg stammende Spitzenkoch wünschte der Arbeit seines engen Freundes Pierre-André Ayer im «Pérolles» die Ehre zu erweisen. Guy Savoy, dieser Küchenchef aller Rekorde, ist vom berühmten Wettbewerb La Liste 2020 erneut und im vierten Jahr in Folge ausgezeichnet worden. Diese Liste der tausend besten Restaurants der Welt wird auf Anregung des französischen Aussenministeriums als Antwort auf «The World’s 50 Best Restaurants» erstellt. Der am 24. Juli 1953 geborene Guy Savoy ist einer der besten Köche der Welt. Er hat sein ganzes Leben dieser Leidenschaft und der Suche nach kulinarischer Perfektion gewidmet. Nach der Lehre bei den Brüdern Troisgros in Roanne und jahrelanger Perfektionierung seines Könnens, unter anderem in Cologny bei Genf, erhielt er seinen ersten Michelin-Stern 1981, seinen zweiten 1985 und seinen dritten 2002. Er ist seit mehr als 20 Jahren im Larousse aufgeführt und verfügt auch über schauspielerisches Talent, da er dem erfolgreichen Animationsfilm Ratatouille seine Stimme lieh.

Die Liste der neuen Mitglieder der Grandes Tables de Suisse

Die neuen Mitglieder dieses Jahres

Fotocredit : Adrian Ehrbar Ein neues Jahr bedeutet ebenfalls neue Mitglieder. Les Grandes Tables de Suisse freuen sich, in ihrer Organisation sieben Neugewählte zu begrüssen, die sich durch ihr Savoir- faire, ihre Kreativität und einen beständig hohen Qualitätsstandard auszeichnen.

Die Liste der neuen Mitglieder der Grandes Tables de Suisse

Grégoire ANTONIN (VS) Restaurant Le Nouvo Bourg, Saillon https://www.nouvobourg.ch Mathieu BIOLAZ & Nelson BONVIN (VS) Restaurant Les Touristes, Martigny https://www.touristes-martigny.ch Matthias BRUNNER (ZH) Gasthof Sternen, Wangen bei Dübendorf http://www.sternenwangen.ch/en/ Ueli KELLENBERGER (SG) Hotel Restaurant Rössli, Bad Ragaz https://roessliragaz.ch Virginie & Vittorio Rozzato (GR) Hotel Meierhof / Simone LIPANI (GR) Restaurant Jarno, Davos http://www.meierhof.ch Jean-Sébastien RIBETTE (VD) Restaurant Les Ateliers, Vevey https://lesateliersvevey.ch Das Hotel Splendide Royal Lugano TI ist seit Jahren Partner-Hotel. Sein Küchenchef Domenico RUBERTO (I Due Sud) wird bei Les Grandes Tables als Koch-Mitglied aufgenommen. Dieses Jahr kehrt zudem das Restaurant Le Pérolles zurück, das sich seit über einem Jahr an der Rue Pérolles 1 in Freiburg befindet. Pierrot AYER wird mit seinem Sohn Julien und seinem Chef PP Clément als GTS-Mitglied aufgenommen. Romain DERCILE und François GAUTHIER des Restaurants La Fleur de Sel (ehemals Restaurant du Cerf) in Cossonay VD steigen auf unter der Leitung von Küchenchef Carlo Crisci, der seinen Betrieb nach wie vor führt. Schliesslich stösst das Hotel Bernerhof in Gstaad unter der Leitung von Brigitte und Thomas FREI als Partner- Hotel zur grossen Familie der Grandes Tables de Suisse. Ab nächster Woche können Sie auf unserer Website die Porträts der neuen Mitglieder der Grandes Tables entdecken!

Neues aus dem «Hôtel de Ville» in Crissier

Neues aus dem «Hôtel de Ville» in Crissier

Eben hat der renommierte Gastroführer Gault Millau das legendäre Restaurant Hôtel de Ville in Crissier VD erneut mit 19 von 20 Punkten ausgezeichnet. Küchenchef Franck Giovannini, der heute allein an der Spitze des Hauses steht, ist fest entschlossen, die von Fredy Girardet begründete Aura des Restaurants fortdauern zu lassen. Eine grosse Herausforderung, die er jedoch bereits höchst erfolgreich meistert.

Nähert man sich dem «Hôtel de Ville» in Crissier über Lausanne, fällt einem zuerst der Name auf, der stolz über dem Fries des Eingangsportals prangt: «Franck Giovannini». Der Dreisternekoch führt das Restaurant heute allein, in dem mehrere der berühmtesten Köche der Schweiz am Herd standen. «Es ist schon ein merkwürdiges Gefühl, seinen Namen da zu sehen. Wobei ich mich hier immer wie zu Hause gefühlt habe. Seit 24 Jahren lebe ich diese Arbeit als eine Art Mission, auf die ich stolz bin. Jetzt ist es meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Ausstrahlung dieses schönen Hauses erhalten bleibt. Da kann ich mir keinen Fehler leisten.»

 

Diesen Herbst auf der Speisekarte

Dieser Herausforderung wird der Küchenchef auch mit seiner neuen Herbst-Speisekarte und der Wildkarte gerecht. «Der Herbst ist eine Jahreszeit, die ich sehr mag, vor allem wegen der Wildgerichte. Während die meisten anderen Küchenprodukte von Menschenhand kultiviert und verändert werden, ist Wild noch ein reines Erzeugnis der Natur. Sehr unterschiedlich und unregelmässig. Da musst du dich dem Produkt anpassen, während es gewöhnlich umgekehrt ist. Der Geschmack des Tiers hängt ja von dem ab, was es gefressen hat.»

Franck Giovannini hat ein Faible für die Textur und den Geschmack von Haar- und Federwild. So finden sich auf seiner Wildkarte Gerichte wie der ganze gebratene Rehrücken mit grobem grünem Pfeffer und Veltliner Grappa, Rothirschfilet mit leicht gesäuerten roten Beeren neben der Waldschnepfe und ihrer Baguette mit Innereien-Salmis oder der Wildhase à la Royale nach Art des «Hôtel de Ville».

Die Ideen für diese Gerichte hat der Chef mehrere Monate vorher schriftlich festgehalten. «Ich habe immer gerne neue Gerichte komponiert. Für die Herbstkarte beginne ich damit normalerweise kurz nach der Sommerkarte, um den 15. Juli. Rund einen Monat benötige ich für das Schreiben und etwa die gleiche Zeit, um die Rezepte zu testen.» Franck Giovannini lässt sich dabei von den Produkten inspirieren. «Die eigentliche Herausforderung ist dabei, dass man nicht die gleichen Dinge wiederholen und sich natürlich weiterentwickelt.»

Er ist überzeugt, dass die Handschrift des Hauses der Schlüssel für den Erfolg ist. «Damit die Attraktivität unseres Restaurants weiter anhält, müssen wir auf klare, einfache Geschmacksnoten setzen. Unser Ziel ist es, qualitativ hervorragende Produkte zu sublimieren, ohne ihren Geschmack zu verändern.»

Für alle, die Wild weniger mögen, bietet die vom Küchenchef zusammengestellte Herbstkarte ebenfalls herrliche geschmackliche Überraschungen. «Der Herbst ist eine sehr reiche Jahreszeit», so Franck Giovannini. «Meeresfrüchte wie Jakobsmuscheln stehen im Mittelpunkt, aber er ist ja auch die Saison der Pilze, etwa der weissen Trüffel als Höhepunkt.»

So können Geniesser ihren Gaumen mit den Eiern «surprise à l’italienne» mit weissem Alba-Trüffel «PR» oder den gebratenen Jakobsmuscheln mit Waadtländer Endivien und einem kräftigen Jus von Zitrusfrüchten und Dezaley verwöhnen.

 

 

Auf der Agenda des Chefs 

Eine der nächsten Aktualitäten für Franck Giovannini ist der Grand Prix Joseph Favre vom 25. November im CERM in Martigny. Der von seinem verstorbenen Vorgänger Benoît Violier initiierte Wettbewerb würdigt den aus Vex VS stammenden Koch Joseph Favre (1849–1903), Gründer der Académie Culinaire de France. Die fünf anhand ihres eingereichten Dossiers ausgewählten Kandidaten wetteifern miteinander bei der Zubereitung eines Menüs mit Amuse-bouche, Hauptgericht und Dessert.

Franck Giovannini präsidiert den achtköpfigen Wettbewerbs-Vorstand, der die 13 Mitglieder der Degustatoren und die 4 Mitglieder der Küchenaufsichts-Jury ernennt. Zu den Kandidaten gehört auch die 26-jährige Cécile Panchaud, als Gardemanger und Entremetier im Hôtel des Trois Couronnes in Vevey zuständig für die kalte Küche und die Beilagen. Die Kandidatin kennt Franck Giovannini seit längerem, da sie mit 18 Jahren beim Wettbewerb Bocuse d’Or Europe an seiner Seite den Preis als beste Küchenassistentin (Commis de Cuisine) gewonnen hatte.

Wird sie in die Fussstapfen dieses Küchenchefs treten, der heute eines der renommiertesten Sternerestaurants der Welt führt?

Für Ihre Tischreservation: https://www.restaurantcrissier.com

Mehr über den Grand Prix Joseph Favre: https://www.gpjosephfavre.ch/de/

Selle de Chevreuil rôtie entière, éclats de poivre vert à la fine des Grisons